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Raumakustik
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Räume werden von Menschen gestaltet und genutzt. Oft jedoch spielen bei der Erstellung von Räumen Kriterien wie optimale Nutzung oder geringe Kosten die größte Rolle. Richten wir einen Wohnraum ein, so denken wir auch meist an den Wohlfühlcharakter im Raum, selten geschieht dies aber bei wirtschaftlich genutzten Räumen. In einem Büro, einem Besprechungszimmer oder Konferenzsaal zählen reine betriebswirtschaftliche Kriterien. Wenn dann Geld ausgegeben wird, geschieht das für Design-Objekte, Bilder o.ä. Wer beachtet die Akustik eines Raumes bei der Planung? Eine abgehängte Decke reicht nicht aus, um eine akustische Wohlfühlumgebung zu schaffen. Und gerade sie ist unverzichtbar, um konzentriert besprechen und konferieren zu können und um motiviert zu arbeiten! Schlechtes akustisches Umfeld bedeutet STRESS, häufige Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen, Fehlstunden, geringe Motivation, schlechtes Leistungsvermögen. Wir gestalten sowohl bei Neubauten, als auch bei bestehenden Räumen ein optimales akustisches Umfeld für optimale Leistung und bestes Wohlbefinden.! Raumakustikanalyse Bei bestehenden Räumlichkeiten erfassen wir messtechnisch die Raumakustikdaten und werten diese umfassend aus, um Ihnen - zugeschnitten auf den Raum und Ihre Bedürfnisse - die optimale Lösung vorzuschlagen. Beispiel einer Auswertung inkl. Maßnahmenvorschlag
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Raumakustikanalyse und Akustikkonzeptentwicklung für Mustermann GmbH & Co.KG Musterstadt Messungen am 20.01.2006 Dipl. Phys. Jürgen Scheuring, Dipl. Volkswirt Thomas Wotzasek
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1. Musterraum 1 Der Raum soll von 3 Personen genutzt werden, um parallel zu telefonieren. Dazu ist es dringend notwendig, dass der störende Einfluss der Sprache zwischen den Mitarbeitern untereinander minimiert wird. Der Anwendungsfall des Musterraum 1 setzt generell eine maximale Reduktion des Direktschallpegels voraus. Durch die intensive Raumnutzung und geringe Fläche pro Person sind die Schallabsorptions- und Schallschirmmaßnahmen etwas aufwendiger. Ebenso ist die Installation von Deckenabsorbern notwendig, um die Deckenreflexion zwischen den Sprechplätzen zu unterdrücken. Die Messergebnisse zeigten hohe Nachhallzeiten über das komplette Frequenzband. Dadurch ergibt sich auch die Notwendigkeit von effizienter Schallschirmung und Bedämpfung. 1.1 Akustik Konzept In Anbetracht der sehr problematischen Lage bzgl. Nachhallzeit, auch im Hinblick auf das sehr hohe Sprachaufkommen von 3 Personen auf engem Raum wird der Einbau von vier absorbierend wirksamen Standabsorbern EAPI empfohlen, die die einzelnen Sprechplätze direkt voneinander trennen und somit auch schirmend wirken. An Decken- und Wandreflexionsflächen sollten 4 breitbandig wirkende Absorber EAP II quer angebracht werden Um die Wirkung über das gesamte Band zu optimieren, können in die Ecken vor den Fenstern noch tieffrequent wirkende Absorber vertikal angebracht werden. Die Lage der Absorber ist im Plan 1.4 eingezeichnet. 1.2 Nachhallzeiten Nachhallzeiten Messsonde Arbeitsplatz rechts, Mikrofon Arbeitsplatz links
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Nachhallzeiten: Mikrofon an der Tür, Messsonde Arbeitsplatz rechts
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Sprachverständlichkeitsindex bei Mikrofon Arbeitsplatz rechts, Mikrofon Arbeitsplatz links
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1.3 Absorber Die verwendeten Absorber sind in folgender Ausführung geplant: EAP I: Verwendung- Absorption und Schirmung Standausführung, beidseitig wirkend, 184 x 94cm, Front und Rückseite bespannt mit Stoff weiß, Seitenteile weiß lackiert (ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden) EAP II: Verwendung: breitbandige Absorption Wand oder Deckenmontage Front: Lochblech, weiß pulverbeschichtet (ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden) EAP III: Verwendung tief- und mittelfrequente Absorption Wand oder Deckenmontage Front: Glattblech weiß pulverbeschichtet (ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden)
1.4. Raumskizze Musterraum 1
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2. Musterraum 2 Die Problematik im Musterraum 2 liegt etwas anders als im Musterraum 1. Die Nachhallzeiten sind aufgrund der größeren Abmaße des Raums nicht so störend wie im Musterraum 1. Dagegen ist der Bassanteil im Vergleich zum Höhenanteil bei den Nachhallzeiten prozentual höher, deshalb auch wesentlich störender. Die höchfrequenten Anteile werden durch Pflanzen, Stoffstühle und die dicken Stoffvorhänge teilweise absorbiert, wogegen die Bassanteile für ‚dröhnende Stimmen sorgen. Zudem ist die Zielsetzung bei Besprechungsräumen grundsätzlich anders zu sehen als beim Musterraum 1. Das Überdämpfen im mittel- und hochfrequenten Bereich ist absolut zu vermeiden, da in diesen Frequenzbereichen der Informationstransport enthalten ist. Ziel muss sein, eine niedrige Nachhallzeit zu erreichen und dabei die Gleichförmigkeit über das gesamte Frequenzband anzustreben. 2.1 Akustik Konzept Berücksichtigt man den frequenzabhängigen Nachhallverlauf, muss im tieffrequenten Bereich einiges an Absorption erreicht werden. Da sich die akustische Energie in den Ecken eines Raumes bündelt, sind tieffrequente Absorber dort am wirksamsten. Aus diesem Grund schlagen wir vor, jeweils einen Absorber des Typs EAP III 100 cm x 100 cm an der Decke in allen 4 Ecken des Raumes anzubringen. Um die Nachhallzeiten wirksam zu reduzieren sollten in den beiden Nischen gegenüber der Fensterfront noch jeweils 2 Absorber (150 cm x 100 cm) pro Nische an der Wand positioniert werden. Die Lage der Absorber ist im Plan 2.4 eingezeichnet.
2.2 Nachhallzeiten Nachhallzeiten Messsonde und Mikrofon jeweils an den Stirnseiten des Besprechungstisches
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Dito mit geschlossenen Vorhängen
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Sprachverständlichkeitsindex Musterraum 2
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2.3 Absorber Die verwendeten Absorber sind in folgender Ausführung geplant: EAP III: Verwendung tief- und mittelfrequente Absorption Wand oder Deckenmontage Front: Glattblech weiß pulverbeschichtet (ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden)
2.4 Raumskizze Musterraum 2
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3. Fazit: Wir haben die Möglichkeiten durchgerechnet und kommen zu dem Schluss, dass die oben beschriebene Ausführung der akustischen Maßnahmen zu einer drastischen Verbesserung der derzeitigen Gegebenheiten führen wird. Die störenden Komponenten bei der Zusammenarbeit im Musterraum 1 werden reduziert, was zu einem konzentrierteren Arbeiten führen wird und zu einer wesentlichen Verbesserung der Verständlichkeit am Telefon durch die Reduzierung der über Mikrofon weitergeleiteten Hintergrundgeräusche. Im Musterraum 2 wird durch die Nachhallreduzierung und die verstärkte Absenkung des bassfrequenten Nachhalls das akustische Raumklima erheblich verbessert. Das dröhnende Sprechen fällt weg, die Sprachverständlichkeit wird erhöht, das Unterhalten und damit die Arbeit wird um einen Stressfaktor verringert und wesentlich verbessert. 4 Absorber –Raum Zuordnung Fa. Mustermann 4.1 Musterraum 1 4 Stk. EAP I 3 Stk. EAP II (Wand) 1 Stk. EAP II (Decke) 2 Stk. EAP III 4.2 Musterraum 2 4 Stk. EAP III (Decke) 4 Stk. EAP III (Wand) 5. Sonstiges Die Absorber sind jederzeit abnehmbar und mobil. Die Wand und Deckenabsorber werden mit jew. 4 Haltebügeln an Wand, resp. Decke angeschraubt.
TW Independent Beispiele von installierten Absorbern
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